Schlafstörungen
Diagnostik und Behandlung
Schlaf ist keine Pause, sondern ein komplexer, aktiver Prozess. Im Schlaf konsolidiert das Gehirn Gelerntes, reguliert Stoffwechselprozesse und regeneriert.
Gestörter Schlaf beeinträchtigt nicht nur die Tagesbefindlichkeit, sondern auch Konzentration, Stimmung und körperliche Gesundheit.
Schlaf und psychische Gesundheit
- Depression und Angststörungen führen häufig zu Ein- und Durchschlafproblemen
- Chronischer Schlafmangel erhöht das Risiko für Depression und Angst
- Bei ADHS sind Einschlafprobleme und verschobene Schlafphasen häufig
Die Behandlung der Schlafstörung kann die psychische Symptomatik deutlich verbessern – und umgekehrt.
Formen von Schlafstörungen
Diagnostik
Unsere Diagnostik umfasst:
Ausführliche Schlafanamnese
Schlafgewohnheiten, Schlafumgebung, Tagesstruktur, Substanzkonsum
Schlafapnoe-Screening
Ambulantes Screening in der Praxis geplant ab 2026
Labordiagnostik
Ausschluss körperlicher Ursachen (z. B. Schilddrüse, Eisenmangel)
Überweisung ins Schlaflabor
Bei Verdacht auf Schlafapnoe oder andere Störungen (z. B. Polysomnographie)
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Art und Ursache der Schlafstörung:
CBT-I (Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie)
Wirksamste Behandlung bei chronischer Insomnie. Umfasst Schlafrestriktion, Stimuluskontrolle und kognitive Techniken.
Digitale Therapieprogramme (DiGA)
Empfehlung z. B. für Somnio oder HelloBetter Schlafen. Kostenübernahme durch Krankenkassen möglich.
Behandlung der Grunderkrankung
Depression, Angststörung oder ADHS gezielt behandeln, wenn diese die Schlafstörung verursachen.
Medikation
Schlafmedikamente nur kurzfristig. Langfristig setzen wir auf CBT-I und Ursachenbehandlung.
Termin und Ablauf
Termine sind meist innerhalb weniger Tage verfügbar. Diagnostik und Behandlung sind auch auf Englisch möglich.