Angststörungen
Wenn Warnsysteme überreagieren
Angst ist eine normale und wichtige Reaktion auf Bedrohungen. Bei Angststörungen ist dieses Warnsystem jedoch überaktiv – es reagiert auch ohne reale Gefahr, zu stark oder zu lange.
Neurobiologisch sind die Netzwerke für Gefahrenerkennung und -bewertung fehlreguliert. Das führt zu intensiven körperlichen Symptomen und zu Vermeidungsverhalten, das den Alltag zunehmend einschränkt.
Formen von Angststörungen
Panikstörung und soziale Angst
Bei der Panikstörung treten plötzlich intensive Angstanfälle mit Symptomen wie Herzrasen, Atemnot oder Schwindel auf. Häufig entsteht zusätzlich die Angst vor der nächsten Attacke.
Bei der sozialen Phobie steht die Angst im Vordergrund, von anderen negativ bewertet zu werden. Das kann zu starkem Rückzug und erheblichem Leidensdruck führen.
Angst und andere Erkrankungen
Behandlung
Psychotherapeutische Behandlung
Verhaltenstherapie mit Expositionsverfahren ist die wirksamste Behandlung bei Angststörungen. Die Konfrontation mit angstauslösenden Situationen erfolgt schrittweise und kontrolliert.
Medikamentöse Unterstützung
Bei starker Symptomatik können Antidepressiva (z. B. SSRI, SNRI) unterstützend eingesetzt werden. Sie ersetzen keine Psychotherapie, können den Einstieg aber erleichtern.
Kombinationsbehandlung
In vielen Fällen ist die Kombination aus Psychotherapie und Medikation am wirksamsten.
Termin und Ablauf
Termine sind meist innerhalb weniger Tage verfügbar. Diagnostik und Behandlung sind auch auf Englisch möglich.
Kosten: Privatversicherte, Beihilfe, Selbstzahler (GOÄ).